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Ganz sachlich zu bleiben, wird mir dieses Mal wahrscheinlich nicht gelingen. Eigentlich will ich es auch gar nicht versuchen. Dieses Mal also ganz subjektiv und an manchen Stellen vielen auch etwas zu pathetisch. Und vorab: Wir bildeten bei den Mädchen zusammen mit Anna und ihrem Trainer Thomas vom DJK Süd eine Kampfgemeinschaft. Da die Mädels aber als eine unglaubliche Einheit auftraten, werde ich nur von „uns“ bzw. „wir“ sprechen.

Wir hatten uns sowohl mit unseren als auch mit unseren Mädchen für den Bundentscheid des Deutschen Jugendpokals qualifiziert. Die Jungs durch eine unglaubliche Leistungssteigerung im Kampf um Platz 3 beim Berlinentscheid, die Mädchen hatten sich durch eine starke Leistung sogar den Sieg beim Landesentscheid und damit eine gute Ausgangsposition für den Bundesentscheid erkämpft.

Bei den Jungs konnte Felix wegen der Ferien leider nicht mitkämpfen. Flo kam aber aus dem Urlaub noch dazu, sodass wir fast vollständig waren. Wir erwischten ein vergleichbar leichtes Los und hätten, wenn es optimal gelaufen wäre, unter die besten Zehn Mannschaften kommen können. Leider waren die Jungs im ersten Kampf noch beeindruckt von der Atmosphäre und konnten ihre beste Leistung nicht abrufen. Jonathan konnte aber den Ehrenpunkt gegen den Bramfelder SV retten. In der Hoffnungsrunde wollten wir im ersten Kampf noch einmal alle Kräfte bündeln, um zumindest mit einem Sieg aus dem Turnier zu gehen. Finn machte seine Sache super und verlor nur über die Zeit. Valentin konnte seinen Kampf schnell mit einem schönen Uchi-mata gewinnen. Timmy holte seinen Punkt kampflos. Flo konnte es schon klar machen und machte einen richtig starken Kampf. Einen Rückstand konnte er ausgleichen und war kurz vor Schluss auf der Siegerstraße, wollte dann aber zu viel. Trotzdem super Flo. Jonathan musste es richten. Und er löste die Aufgabe souverän. Stark. 3 zu 2 gegen den SC Sigmaringen. In der nächsten Runde wartete mit Bonn eine richtig starke Mannschaft, die am Ende Fünfter werden sollte. Wir gaben hier auch unserer zweiten Garde Einsätze. Timmy kam in seinem Kampf immer besser zu Recht und war nicht ohne Chancen, Max zeigte auch eine viel stärkere kämpferische Leistung als noch beim Landesentscheid. Letztendlich mussten wir aber eine verdiente und deutliche Niederlage hinnehmen. Das war zu erwarten und nicht weiter schlimm. Schade um den ersten Kampf, aber aufgrund der Leistungen im zweiten und dritten Kampf konnten alle erhobenen Hauptes aus dem Turnier gehen. Die Jungs entschieden sich, noch an der Teamolympiade teil zu nehmen. Dort belegten sie einen sehr guten zweiten Platz und konnten sich einen Pokal sichern.

Die Mädchen konnten mit anderen Ambitionen in das Turnier gehen. Mit unserer jungen Mannschaft und nominell nur vier besetzten Gewichtsklassen einmal richtig guten Tag sagen und die Top Ten waren das Mindestziel. Als ich am Morgen an den Pokalen für die besten drei vorbeilief, dachte ich noch: „Geil wär´s schon!“. In der ersten Runde wartete die SG Weixdorf auf uns. Diese Mannschaft konnte nur drei Gewichtsklassen besetzen. Der Kampf ging relativ schnell mit 4 zu 1 an uns. Dass die Weixdorfer besser waren als dieses Ergebnis, zeigte ihr Sieg in der Hoffnungsrunde. Im nächsten Kampf wartete mit der Kampfgemeinschaft Altenfurt/Neuhaus der bayerische Meister und Drittplatzierte des letzten Jahres. Julia, Carlotta und Anna, die dieses Mal im Schwergewicht antrat, holten die siegbringenden Punkte. Das Mindestziel war damit erreicht. Im Viertelfinale mussten wir gegen die starke Kampfgemeinschaft Kim Chi Wiesbaden/Griesheim die Wundertüte rausholen, um eine Chance zu haben. Der Mannschaftskampf ging aber deutlich an die Hessinnen. Also Trostrunde. Zunächst gegen Oranienburg. Nach einer Mannschaftsbesprechung und den Hinweisen der Mädchen stellten wir die Mannschaft noch einmal um. Das zahlte sich aus. 3 zu 2. Yes! Noch zwei Kämpfe bis zum Podium. Mit der Kampfgemeinschaft BC Vorpommern/Schwerin wartete eine ambitionierte Mannschaft auf uns. Anna trat wieder im Schwergewicht an. Und das zahlte sich wieder aus. Wieder 3 zu 2! Unglaublich, so dicht vor dem Ziel! Noch einmal drei Punkte, nur drei Punkte, Mädels! Gegen einen süddeutschen Spitzenverein, die TSG Backnang. Julia holte den ersten Punkt kampflos. 1 zu 0. Sarah kämpfte stark, musste aber eine Niederlage hinnehmen. 1 zu 1. Carlotta gewann schnell und deutlich 2 zu 1. Anna kämpfte im Schwergewicht, deshalb gaben wir ihre Stammgewichtsklasse kampflos ab. 2 zu 2. Anna musste es im Schwergewicht richten. Und war das ein Kampf. Anna lag schnell zurück, bekam ihre Gegnerin dann aber in einen starken Haltegriff, aus dem diese sich aber wieder befreien konnte. War das schade, aber zumindest der Ausgleich. Dann der Wurfansatz der Gegnerin, nach dem Anna sie im Haltegriff hat. Die Kampfrichter unterbrechen und beraten sich. Und richtig: Die Gegnerin hat sich beim Wurfansatz selbst gefährdet und wird disqualifiziert. 3 zu 2 für uns! Dritter Platz beim Bundesentscheid! Jaaaa! Unglaublich, mit dieser jungen Mannschaft und mit nur vier besetzten Gewichtsklassen. Mädels, das war richtig, richtig stark. Und das habt ihr Euch verdient. Durch Eure Einstellung, die ihr immer an den Tag legt, durch Euren tollen Zusammenhalt. Ihr wart unglaublich fokussiert und seid über Euch hinausgewachsen. Es hat alles gepasst, die Zusammenarbeit mit den Eltern, die Bereitschaft, auch ein bisschen mehr zu machen, die Unterstützung und Hinweise von anderen Berliner Vereinen während des Turniers (dafür danke, und auch für die aufrechten und herzlichen Glückwünsche der Berliner Kollegen und der Gegner auf unserem Weg zu Bronze), das Glück bei den Aufstellungen und natürlich die kämpferische Leistung der Mädchen. Herzlichen, herzlichen Glückwunsch!

Unsere Mannschaften

Jungs: Finn Schulte, Valentin Amann, Timmy Klemm, Florian Reinert, Max Spurman, Mert Öztas, Jonathan von Ahn

Mädchen: Julia Beissenhirtz, Alina Occhilli, Alina Schneider, Sarah Michelle Püschel, Enya Kirchhoff, Carlotta Rauber, Anna-Viktoria Junge (DJK Süd)

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