Traditionell tragen Judoka eine knöchellange weiße Baumwollhose und eine halblange weiße Jacke aus Baumwolle, die durch einen farbigen Gürtel zusammengehalten wird.
 
An der Gürtelfarbe kann man den Ausbildungsstand eines Judoka erkennen. Es gibt die Schüler- und Meistergrade. Die Schülergrade gehen bis zum braunen Gürtel. Die Meistergrade beginnen mit dem schwarzen Gürtel. Jeder Anfänger beginnt mit einem weißen Gürtel und kann durch Prüfung den nächsthöheren Grad erlangen. Der Prüfling demonstriert dabei Fallübungen, Stand- und Bodentechniken, die je nach Höhe der Graduierung immer schwieriger werden.
 
Seit Ende 2005 gilt für alle Judovereine in Deutschland die einheitliche Kyu-Prüfungsordnung, nach der zusätzlich in jeder Gürtelprüfung ab dem 3. Kyu (grüner Gürtel) eine Kata vorgeführt werden muss. Das Kata-Training führt häufig zu einem noch besseren Beherrschen der jeweiligen Techniken und eigenen Körperspannung, da auf eine absolut saubere Ausführung geachtet wird. Es gibt Boden- und Stand-Kata.
 
Schülergürtel | KYU-Grade
Meistergrade| DAN-Grade
 
Durch Prüfung ist es möglich, maximal den 5.Dan zu erlangen.
 
Eine höhere Graduierung als die zum 10. Dan wird weltweit nicht vorgenommen – auch wenn dies theoretisch möglich wäre, da es keine offizielle Limitierung gibt. Dies würde aber bedeuten, die bestehenden Träger des 10. Dan zu degradieren. Professor Jigoro Kano, der Begründer des Judo, hat keinen Dan im Judo, weder den 1. noch den 10. Dan. Aus japanischer Sicht hat niemand die Authorität, ihm einen Dan-Grad zu verleihen, da niemand im Judo über ihm steht.