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So lange Menschen auf der Erde leben, haben sie Kämpfe untereinander ausgefochten. Ebenso lange dürfte es auch Methoden geben, mit denen Schwächere versucht haben, stärkere Gegner zu besiegen.
Im alten Ägypten wurden schon 2500 Jahre vor Christus Ringkämpfe ausgetragen. Die Griechen übten sich in einem freistilähnlichen Zweikampf, die ehem. Sowjetunion praktiziert seit Jahrhunderten die Kampfkunst des Sambo und in Deutschland wurde seit ca. 1675 das Freiringen gelehrt.
Alten chinesischen Schriften ist zu entnehmen, dass eine Vielzahl von Kampfkünsten bereits vor unserer Zeitrechnung betrieben wurden.
In Japan ist Sumo die älteste Kampfart ohne Waffen. Sumo ist in Japan heutzutage ein nationaler Volkssport und erfreut sich auch in Europa großer Beliebtheit.
Es gab in Japan, aufgrund seiner kriegerischen Vergangenheit,eine ganze Reihe waffenloser Verteidigungskünste. Eine der bekanntesten Künste war das Ju-Jutsu.
Im 19. Jahrhundert gerieten viele japanische Bräuche in Vergessenheit, bis im Jahre 1882 der junge japanische Gelehrte Jigoro Kano eine neue Übungsstätte, den so genannten Kodokan, in Tokio gründete. Nach gründlichem Studium der verschiedenen Systeme fasste er diese zu einem neuen System, dem JUDO, zusammen. Die Übungen wurden verbessert und es wurde besonderen Wert auf die Erziehung der Schüler gelegt. Judo heißt übersetzt “der sanfte Weg” und dieses Motto sollte nicht nur für den Wettkampf gelten, sondern auch seinen Platz in unserer Lebenseinstellung haben.
Um 1900 hörte man in Europa zum ersten Mal von der Kampftechnik Jiu-Jitsu. 1906 wurde in Berlin die erste Jiu-Jitsu Schule eröffnet. 1922 fand die erste Meisterschaft statt. 1930 gab es schon 100 Dojos in Deutschland und 1932 wurde die Europäische Judo- Union gegründet. In Dresden wurde 1934 die erste Europa-Meisterschaft mit 5 Gewichtsklassen ausgetragen.
Im zweiten Weltkrieg kommt der Wettkampfsport zum Erliegen und Judo wird als Waffe angesehen und somit 1945 von den Alliierten verboten. Erst allmählich kommt der Sportbetrieb wieder in Gang. 1952 wird das Deutsche Dan-Kollegium gegründet, 1956 der Deutsche Judo-Bund (DJB) und 1964 wird Judo als olympische Disziplin in Tokio zugelassen.
Judo gewinnt stetig an Bedeutung und es entstehen immer mehr Judoschulen. 1970 fand die erste Damen-Judomeisterschaft statt. Inzwischen gibt es auf der Welt Millionen Judoka, die in vielen Ländern zu Organisationen zusammengeschlossen sind.
Judo hat sich heute endgültig als moderne Wettkampfsportart etabliert.
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