Eltern kennen dieses Gefühl. Still und blaugrau denkt sich die Nacht nieder. Ein kurzer Moment der Ruhe – die Kinder liegen im Bett. Der Atem wird ruhiger, die kühler werdende Luftt strömt durch die Lungen. Und dann schleicht sich von hinten, ganz fies und plötzlich, die eigene Müdigkeit an. Was war passiert heute?
Nun, auf einen Punkt gebracht: 145 Kinder und Jugendliche – unsere jährliche Fahrt nach Prebelow. Zum zehnten Mal bereits.
Startpunkt für die meisten Berlin. Freundliche Anmeldung, letzte Küsse, Winken zum Abschied und eine entspannte Busfahrt.
In Prebelow dann aber die erste Aufgabe: Betten beziehen. Bezüge, überkindlisch, nein: übermenschlich groß. Spannbettlaken wie Zwillen. Ein einziger Kampf. Geschafft haben es aber alle, wenn auch vielleicht mit ein bisschen Hilfe.
Nach der Begehung des Geländes und der Belehrung war am Nachmittag Zeit für Training, Baden im See und für Spiele auf dem Gelände. Toben, Ausruhen, Toben, Ausruhen – die zwei Modi von Kindern.
Den Kennenlernabend gestalteten wir in diesem Jahr etwas anders. Organisiert in kleineren Gruppen in den Bungalows und mit der Hoffnung verbunden, dass sich in die Kinder so besser und ruhiger kennenlernen können. Das Spiel: Wahrheit oder Lüge. Jedes Kind behauptete Wahrheiten und Lügen über sich. Würden die anderen Kinder erraten können, was gelogen, was wahr ist? Das Bemalen der Zimmerschilder gehörte auch im Jubiläumsjahr dazu. Neu hingegen war folgendes. Die Kinder überlegten sich in ihren Bungalows ein Standbild zu einem Thema. Dieses Thema wiederum mussten dann die anderen Bungalows bei einer kleinen Präsentation erraten.
Und dann gab es schon einen kleinen Ausblick auf morgen: die Wahl des Films für den Kinoabend wie üblich per Akklamation über Lautstärke. Zur Wahl standen drei Gruselklassiker: ein Pandabär mit geheimsten Kung-Fu-Kenntnissen, ein gefährlicher, unbezähmbarer schwarzer Drache und ein unheimliches, von Graf Dracula geführtes Monsterhotel. Die Wahl fiel brüllend laut auf das Hotel. Eieiei. Wir hoffen, der Grusel hält sich in Grenzen.
Zum Abschluss dann wieder Altbekanntes. Die Ausgabe der Teilnehmershirt (mit neuem Design aber) und die Zimmerkontrolle.
Ordnung ist nun nicht die Sache von jedermann. Da geht es den Kindern wie den Erwachsenen. Entsprechend waren auch die Leistungen: von knapp durchgefallen bis sehr gut alles dabei. Wir haben aber noch ein bisschen Zeit zum Üben im Camp.
Und dann Zähneputzen, Pullern und ab ins Bett, manchmal noch mit einer kleinen Einschlafhilfe. Aber nix Schlimmes. Bald kehrte Ruhe ein. Bis morgen früh.





