17.07.2026 | Sommercamp Tag 6

Das Leben hält sich nicht an Spannungsbögen. Ja, heute war ein Tag des Abschieds und des Heimkommens. Aber auch ein Tag der Gleichzeitigkeiten, des Rückblicks im Schnelldurchlauf und des Feierns.

Und einer Parallele: Julia, Geburtstagskind! 10 Jahre. Ab jetzt zweistellig wie unser Sommercamp in Prebelow. Natürlich fehlten auch bei Julia nicht die Luftschlangen, Geschenke und Torten. Und auch ein Geburtstagslied fehlte nicht, gesungen vom Gorilla-Kinderchor und einem etwas schiefen Chor der Betreuer. Herzlichen Glückwunsch, Julia!

Der Vormittag spielte das Sommercamp im Zeitraffer ab. Wie fiel der Athletiktest aus, wie sauber waren die Zimmer, war die Gürtelprüfung tatsächlich bestanden? So bang die Frage, so klar die Antwort: ja. Nur die Prüflinge zum grünen, blauen und braunen Gürtel mussten noch einmal antreten und zeigen, was sie gelernt haben. Ein Woche Training komprimiert auf zwei Stunden. Die Arbeit zahlte sich aus. Herzlichen Glückwunsch zur neuen Gürtelstufe!

Währenddessen wurde in den Bungalows geräumt, gefegt, sortiert. Die Campwoche in Koffer gepackt, Spuren beseitigt, alles wieder in die alte Ordnung überführt. So wie wir Prebelow verlassen würden, um Platz zu machen, für andere Gruppen, so würde auch uns Prebelow verlassen, um Platz zu machen für neue Erfahrungen und das gewohnte Umfeld. Aber eben nicht ganz. Wir werden nicht vergessen werden, wir werden nicht vergessen. Erinnerungen an eine schöne Woche, neue Freundschaften vielleicht, Stolz auf das Erreichte. Und bergeweise Wäsche zu waschen.

Als wir dann mit Bus aus dem KiEZ fuhren, links abbogen Richtung Berlin und ein letztes Mal am See vorbeifuhren, der ruhig dalag, als wäre nichts gewesen, ein seltsames Nachflimmern. Die vergangenen Tage wie in einer einzigen Blende. Ich warte auf Euch, schien der See zu sagen, nächstes Jahr bin ich auch noch da. Auf Wiedersehen. Dann der Blick nach Berlin. Küsse und Umarmungen warteten schon. Und im Koffer viel Gesprächsstoff.